In
der Selbsterkenntnis des einzelnen Menschen sowie der Kulturen geht
es darum, durch Begegnen mit dem Anderen im "bekannten Eigenen"
das Fremde und im "fremden Anderen" das Bekannte zu entdecken.
Dies trifft allerdings nicht erst auf das Begegnen von Kulturen, sondern
bereits auf das Begegnen von Menschen mit unterschiedlicher Lebenswelt,
zum Beispiel mit Behinderten zu. Mit
diesem Verständnis habe ich
im Jahre 1983, nachdem meine transdisziplinäre Forschungsarbeit
etwas Gestalt annahm, mit meiner Schrift "Budo-Tennis"
die Herausgabe der Publikationsreihe "Budo und transkulturelle
Bewegungsforschung" begonnen.
Die
transkulturelle Forschungsarbeit zielt auf das konkrete und leibhaftige
Erfassen des transkulturell Gemeinsamen. Es geht dabei um das Öffnen
zum Anderen und um das gründ-liche Einlassen mit dem Anderen.
Ein exemplarisches Begegnen mit der anderen Kultur, bzw. mit dem anderen
Menschen, soll dadurch vorerst zu einer gründlichen gemacht werden.
Der
Schwerpunkt liegt in diesem Forschungsbereich daher nicht auf dem
kulturhistorischen Sammeln der bewegungskulturellen Vielfalt. Er befaßt
sich daher auch nicht schwerpunktmäßig mit dem wissenschaftlichen
Erfassen des jeweils kulturell Eigenen und Typischen.
Die
transkulturelle Bewegungsarbeit dient aber letztlich doch immer dem
Vertiefen in das kulturell Eigene. Dies geschieht eben durch gründliches
Begegnen mit dem Anderen. Anliegen dieser Forschung ist es daher,
auch der Frage nach der Art und Weise dieser Gründlichkeit und
des WEGes zu einer gründlichen Begegnung nachzugehen.